7. 
Feb.

Würgerball 2026

Seit 1999 verwandeln die Akkordwürger Langenthal den Bärensaal in eine bunte Fasnachtswelt. Der Würgerball ist längst Kult – und bleibt mit Guggen-Power, kostümierten Gästen und viel Herzblut einer der charmantesten Vorfasnachtsanlässe weit und breit.

20:00 Uhr, Bären Langenthal

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Als 1999 im Hotel Bären der erste Würgerball über die Bühne ging, war das Gebäude eigentlich eine Baustelle: herausgerissene Küche, offener Liftschacht, Absperrtafeln. Die Akkordwürger machten das Beste daraus – und integrierten die Baustellen-Atmosphäre kurzerhand in ihr erstes Würgerball-Motto. Damit legten sie den Grundstein für eine bis heute ungebrochene Erfolgsgeschichte.

Der Anstoss kam damals von Thomas Fankhauser, genannt Fänk. Inspiriert von den grossen Vorfasnachtsbällen in Luzern, wollte man in Langenthal eine eigene, frech-fröhliche Plattform schaffen – für Guggen, die vor der «fünften Jahreszeit» schon einmal auftreten wollten, und für Fasnächtlerinnen und Fasnächtler, die einfach Lust auf Stimmung hatten. Denn die «klassischen» Vorfasnachtsbälle mit Tanz und Maskerade hatten zu dieser Zeit einen immer schwereren Stand. «Party statt Tanzgesellschaft – und trotzdem echtes Fasnachtsgefühl», lautete die Idee hinter dem allerersten Würgerball.

Was 1999 in improvisierter Umgebung begann, fand ab 2000 seine Heimat im legendären Barocksaal des Bären. Seither ist das Gebäude untrennbar mit den Akkordwürgern verbunden. «Das ist unser Stammhaus. Wenn der Bären sonntagabends noch offen hätte, würden wir nach dem Üben immer noch dorthin gehen», sagt OK-Chef Simon Geiser schmunzelnd. Hinter dem Gebäude erinnert sogar eine Tafel an den «Akkordwürger-Platz» – eingeweiht an der «Nicht-Fasnacht» 2020.

Die goldenen Jahre des Würgerballs liegen zwischen 2013 und 2015: Damals reichte die Schlange von der Bären-Treppe bis zur Bar 55. Ohne Vorverkauf war der Abend innert 45 Minuten ausverkauft. Diese «fetten» Jahre sind zwar vorbei, doch nach wie vor pilgern Jahr für Jahr unzählige Fasnächtlerinnen und Fasnächtler von nah und fern in den Bären, um die legendäre Stimmung des Würgerballs zu erleben. Für viele gehört der Besuch dieser Veranstaltung längst zum liebgewonnenen Ritual der Vorfasnacht. Heute gilt: Wer früh kommt – und vorher noch einen Bären-Burger geniesst –, hat den Eintritt auf sicher.

Musikalisch eröffnet traditionell die Schülerguggenmusik Tönlifurzer den Abend, danach folgt ein Mix aus einheimischen und auswärtigen Formationen. «Wir wechseln im Turnus, damit immer wieder neue Klänge dazukommen», weiss Simon Geiser. Dazwischen sorgt DJ Tinu Rathgeb für Partystimmung, und im Foyer stillen Currywurst & Co. den Hunger.

Auch das Auge feiert mit: Der Barocksaal, mit seiner prunkvollen Decke und der jährlich neu gestalteten Fasnachtsdeko, sorgt regelmässig für offene Münder bei auswärtigen Gästen. «So einen Fasnachtsball in einem historischen Saal findet man schweizweit kaum», sagt Geiser. 2026 gleichen die Akkordwürger ihr Deko-Motto ganz der Langenthaler Fasnacht an: kunterbunt, verspielt, lebensfroh.

Informationen

Eintritt/Preis: CHF 10.–
Anmeldung: ohne Vorverkauf, Abendkasse (first come, first served); wer vorgängig im Bären reserviert und einen Bärenburger isst, hat den Einlass zum Ball auf sicher.
Veranstaltungsort: Bären Langenthal
E-Mail: info@akkordwuerger.ch
Website: https://akkordwuerger.ch

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