Häusler Ingenieure AG

Aus der Firma in die Führung

Per 1. Januar 2026 hat bei der Häusler Ingenieure AG ein Führungswechsel stattgefunden: Nach über 20 Jahren als Geschäftsleiter übergibt Jürg Häusler die operative Verantwortung an seinen langjährigen Mitarbeiter Sandro Ammann.

Büro Häusler Kopie

Text: Patrick Jordi, PR / Fotos: zvg
Datum: 12. März 2026

Die Geschichte der Häusler Ingenieure AG ist eng mit Langenthal verbunden. 1971 gründeten Hans-Peter und Dory Häusler an der Waldhofstrasse ein technisches Büro für Heizungsberechnungen und Installationsplanungen. Was als Einmannbetrieb begann, entwickelte sich über Jahrzehnte zu einem etablierten Ingenieurunternehmen für Gebäude- und Energietechnik, das die bauliche Entwicklung der Region mitprägte.

Diese Verwurzelung setzte sich auch in der zweiten Generation fort. Jürg Häusler, der das Unternehmen 2005 übernahm, führte es mit unternehmerischem Weitblick und grossem Verantwortungsbewusstsein weiter. Er war während Jahren Gemeinderat in Langenthal und kennt die Stadt, ihre Akteure und Zusammenhänge. Unter seiner Führung wuchs die Firma auf rund 20 Mitarbeitende, neue Fachbereiche wie die Energieberatung kamen hinzu, die Projekte wurden komplexer und teils überregional.

Der Anspruch blieb dabei stets derselbe: unabhängig beraten, die Interessen der Bauherrschaft vertreten und Lösungen entwickeln, die technisch fundiert und verständlich sind. Ob bei Mehrfamilienhäusern, Industrieprojekten oder Energieberatungen – die Häusler Ingenieure AG machte sich einen Namen als verlässliche Partnerin.

Per 1. Januar 2026 wurde nun ein weiterer Schritt vollzogen: Jürg Häusler (60) hat die Geschäftsführung abgegeben. Der Wechsel ist Teil einer geordneten Nachfolgeregelung und eingebettet in die neue Eigentümerstruktur mit der Enerplan AG aus Bern, Teil der Polyplan Gruppe. Der Firmenname bleibt bewusst bestehen. «Man kennt uns unter diesem Namen», sagt Jürg Häusler. «Das ist Vertrauen – und ein Wert an sich.»

Der Ex-Chef bleibt engagiert

Auch nach der Übergabe bleibt Jürg Häusler präsent. Er bringt sich im Qualitätsmanagement ein und wirkt als Sparringspartner. Darüber hinaus ist er weiterhin stark engagiert: etwa als Verwaltungsrat der Kenova AG in Zuchwil, wo er Baukommissionspräsident des Neubaus der Kehrichtverwertungsanlage ist, sowie als Verwaltungsratspräsident der IB Langenthal AG. Seine Erfahrung und sein Netzwerk stellt er dem Ingenieurbüro weiterhin zur Verfügung – bewusst ohne operative Führungsverantwortung.

In der Übergangsphase treten Häusler und sein Nachfolger gemeinsam auf. Sie besuchen zusammen Kundinnen und Kunden, führen Gespräche und zeigen Präsenz in der Region. «Für die Kundinnen und Kunden ändert sich im Alltag wenig», sagt Häusler. «Sandro Ammann wird sie mit seinem Team ebenso persönlich und vertrauensvoll begleiten.»

Der neue Geschäftsführer kennt diese Verantwortung aus dem Effeff. Sandro Ammann ist seit seiner Lehrzeit Teil des Unternehmens, absolvierte die Ausbildung zum Gebäudetechnikplaner, bildete sich anschliessend technisch an der Höheren Fachschule weiter und ergänzte dies mit einer betriebswirtschaftlichen Weiterbildung in Unternehmensführung. Im Betrieb hat er sämtliche Stationen durchlaufen, war Projektleiter, Bereichsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung. Seit Anfang 2026 trägt er nun die Gesamtverantwortung. «Ich bin nicht ins kalte Wasser gefallen», sagt er. «Aber es ist ein grosser Schritt für mich.»

Der «Neue» ist in Langenthal verwurzelt

Sandro Ammann (33) ist in Langenthal geboren und aufgewachsen. Man trifft ihn im Ausgang – etwa in der Bar 55 oder im Spanierclub beim Wuhrplatz, beides Orte, an denen er regelmässig unterwegs ist. Seit einiger Zeit ist er Mitglied der Jungen Wirtschaftskammer JCI und hat sich über die Jahre ein breites Netzwerk aufgebaut – privat wie beruflich. «Langenthal bietet alles», sagt er. «Ich bin gerne hier.»

Auch seine Freizeit ist von Engagement geprägt. Fussball spielt er aktiv beim FC Roggwil, seinem Heimatort. Zuvor durchlief er den Nachwuchs des FC Langenthal. Eishockey begleitet ihn seit der Kindheit – als leidenschaftlicher Fan des SC Bern, aber auch als Spieler in einem Amateurteam, das seit 2016 besteht. Verantwortung übernehmen, dranbleiben, nicht locker lassen – vieles davon überträgt er auf den Berufsalltag.

Im Unternehmen steht Sandro Ammann für Struktur, Ordnung und Klarheit. Nicht als Selbstzweck, sondern als Grundlage für Effizienz und Verlässlichkeit. «Wenn Dinge sauber aufgegleist sind, hat man den Kopf frei für Lösungen», sagt er. Entsprechend versteht er auch seine Führungsrolle: präsent, nah an den Projekten, mit klaren Erwartungen.

Inhaltlich bleibt die Häusler Ingenieure AG ihren Stärken treu. Gebäudetechnikengineering, Energieberatung und unabhängige Fachplanung bilden das Fundament. Aktuelle Projekte reichen vom Hochregallager für Coop in Wangen bei Olten über Energieberatungen für das Gstaad Palace bis zu Engagements bei der Andermatt Swiss Alps AG. Auch beim Neubau des Kompetenzzentrums Haslibrunnen in Langenthal durfte man seine Expertise einbringen. Künftig sollen einzelne Bereiche wie Energieplanung oder akkreditierter Brandschutz – etwa bei Sprinkleranlagen – gezielt ausgebaut werden.

Was Sandro Ammann antreibt, lässt sich nüchtern zusammenfassen: Er will Verantwortung übernehmen und Dinge voranbringen. «Mir ist wichtig, dass sauber gearbeitet wird und man sich aufeinander verlassen kann», sagt er. Entscheidungen treffen, Lösungen entwickeln und das Team dabei mitnehmen – darin sieht er seine Aufgabe. Genau daran wird sich seine neue Rolle im Alltag messen lassen.

Handshake: Jürg Häusler (links) übergibt die Führung der Häusler Ingenieure AG an Sandro Ammann.

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