BLS AG
Bahnhof Süd wird erneuert
Der Bahnhof Langenthal Süd wird umfassend modernisiert – und das nicht nur oberirdisch. In den kommenden Monaten stehen intensive Bauphasen an, die auch den Bahnbetrieb spürbar beeinflussen. Im Herbst kommt es zu einer mehrwöchigen Totalsperre.
Text: Patrick Jordi / PR / Fotos: zvg
Datum: 22. Juni 2026
Seit Anfang Mai ist rund um den Bahnhof Langenthal Süd Bewegung drin – und ab Juni nimmt das Projekt weiter Fahrt auf. Die BLS erneuert den in die Jahre gekommenen Bahnhof grundlegend und verbindet den Umbau mit einer umfassenden Fahrbahnsanierung auf der Strecke Richtung Huttwil.
«Die bestehende Infrastruktur hat das Ende ihrer Lebensdauer erreicht – wir nutzen die Gelegenheit, um Bahnhof und Strecke gesamthaft zu modernisieren», erklärt BLS-Gesamtprojektleiter Adrian Koller. Neben dem barrierefreien Ausbau des Bahnhofs betrifft dies insbesondere die rund 1,65 Kilometer lange Strecke zwischen der Brücke Bützbergstrasse (Bereich Ammann/Hauptbahnhof) und dem Bahnübergang Dennliweg (am Stadtrand in Richtung Lotzwil).
Bereits seit Ende Mai laufen erste Nachtarbeiten, die bis Ende Juni dauern. Dabei werden unter anderem Vorbereitungen für die spätere Fahrbahnerneuerung getroffen. Auch im Sommer sind punktuell Nachtarbeiten vorgesehen – etwa bei der Sanierung der Strassenunterführung Bützbergstrasse.
Totalsperre im Herbst 2026
Der eigentliche Kraftakt folgt im Herbst: Vom 21. September bis 25. Oktober 2026 wird die Strecke zwischen Langenthal und Huttwil vollständig gesperrt. In dieser rund fünfwöchigen Totalsperre werden die Gleise komplett zurückgebaut, der Unterbau erneuert und anschliessend neu eingebaut. Parallel dazu werden auch die Bahnübergänge Bleienbachstrasse und Dennliweg saniert. «Wir bündeln die Arbeiten bewusst in einer kompakten Phase», so Adrian Koller. «Das ist für die Bevölkerung zwar intensiv, verkürzt aber die Gesamtdauer der Einschränkungen deutlich.»
Während der Totalsperre verkehren Bahnersatzbusse. Tagsüber bleibt der Betrieb bis dahin weitgehend stabil, auch wenn es vereinzelt zu Anpassungen kommt. Die Inbetriebnahme des modernisierten Bahnhofs ist per Ende 2026 vorgesehen. Die Bauarbeiten laufen darüber hinaus noch bis Anfang 2027 weiter. Für Langenthal Süd bedeutet das Projekt einen klaren Schritt nach vorne: mehr Sicherheit, bessere Zugänglichkeit zum Bahnhof und zum Porzi-Areal sowie eine Infrastruktur, die den Anforderungen der kommenden Jahrzehnte gerecht wird.
Ofenhalle vor nächster Phase
Die Testnutzung der Ofenhalle auf dem Porzi-Areal biegt auf die Zielgerade ein. Noch bis Ende August wird ausprobiert, ausgewertet und weiterentwickelt. Gleichzeitig zeigt sich bereits, wohin die Reise gehen könnte.
Rund eineinhalb Jahre nach dem Start der Testnutzung zieht die Ofenhalle auf dem Porzi-Areal eine erste, vorsichtig positive Bilanz. Seit 2024 wurden rund 40 verschiedene Anlässe durchgeführt – verteilt auf insgesamt über 400 Nutzungstage. Von Kulturveranstaltungen über Firmenanlässe bis hin zu experimentellen Formaten: Die historische Halle hat ihre Vielseitigkeit eindrücklich unter Beweis gestellt.
«Wir sehen klar, dass insbesondere im Bereich Corporate Events und bei kulturellen Formaten ein grosses Bedürfnis besteht», sagt Gian Kämpf, CEO von Ducksch Anliker. «Gleichzeitig zeigt die Testphase auch, wo die infrastrukturellen Grenzen aktuell noch liegen.»
Erkenntnisse mitnehmen, gezielt optimieren
Tatsächlich konnten einige Anfragen nicht umgesetzt werden – etwa aufgrund begrenzter Kapazitäten, der Fluchtweg-Thematik oder noch nicht optimaler Lösungen bei Heizung und Lüftung. Genau diese Erkenntnisse sind zentral für die nächste Phase.
Bis Ende August 2026 läuft die Testnutzung weiter. In dieser Zeit stehen mit der Erlebnisoper im Juni sowie weiteren Ausstellungen und Erlebnisformaten nochmals wichtige Höhepunkte an. Parallel dazu startet im Herbst die Auswertung im Rahmen des NRP-Projekts (zugesicherte Förderung im Rahmen der Neuen Regionalpolitik).
Gratisnutzung bleibt bis auf weiteres
Klar ist bereits heute: Die Ofenhalle soll auch nach der Testphase genutzt werden. Von September bis Ende 2026 bleibt sie weiterhin zugänglich – Anfragen laufen dann direkt über die Eigentümerin Ducksch Anliker, vorerst weiterhin kostenfrei. Ziel ist es, die Nutzung behutsam weiterzuführen und gleichzeitig gezielt zu optimieren. Ab 2027 beginnt dann eine neue Phase. Auf Basis der gesammelten Erfahrungen wird entschieden, wie die Halle langfristig betrieben und weiterentwickelt werden soll.
«Die Ofenhalle ist ein Schlüsselort für das ganze Porzi-Areal – und darüber hinaus für Langenthal», so Gian Kämpf. «Wir wollen das vorhandene Potenzial sorgfältig weiterentwickeln und gleichzeitig offen bleiben für neue Ideen.»
Mitreden erwünscht – Umfrage «Nutzung Ofenhalle»
Die Bevölkerung ist eingeladen, sich aktiv einzubringen:
Noch bis Ende August 2026 läuft eine öffentliche Online-Umfrage zur zukünftigen Nutzung der Ofenhalle.
Gefragt wird unter anderem:
- Wie bekannt die Ofenhalle ist
- Welche Nutzungen gewünscht sind
- Ob man Angebote selbst nutzen würde
Die Teilnahme ist einfach und offen für alle.
https://www.porzi-areal.ch/ofenhalle/umfrage-nutzung-ofenhalle
Schlagworte: Porzi-Areal