Ein Fokusartikel mit mehreren Porträts zu «200 Jahre Dorfbrand».

Bleienbach feiert – Dorffest 28./29. August 2026

Geschichte, die verbindet.

Freuen sich gemeinsam auf das Dorffest: Gemeindepräsident Andreas Moser sowie das OK «200 Jahre Dorfbrand Bleienbach»: Bettina Lanz, Daniel Ott, Susanne Ott, Simon Moll, Barbara Grossenbacher und Daniel Benevento (von links nach rechts).

Text: Patrick Jordi / PR / Fotos: zvg
Datum: 3. Juli 2026

Ein tragisches Ereignis als Ausgangspunkt – und doch ein Fest für die Gemeinschaft: Am 28. und 29. August 2026 erinnert Bleienbach an den Dorfbrand vom 3. April 1826. Damals zerstörten die Flammen 27 Wohnhäuser und zehn Speicher, rund 220 Menschen verloren ihr Zuhause – ein ganzer Dorfteil lag in Schutt und Asche. Bis heute ist die Geschichte im Ortsbild sichtbar: Gleichförmige Riegbauten, mächtige Dächer und Häuser mit der Jahreszahl 1826 zeigen, wie das Dorf nach dem Brand gemeinsam und koordiniert wieder aufgebaut wurde. «Dieses Miteinander wollen wir mit dem Jubiläum sichtbar machen», sagt Gemeindepräsident Andreas Moser.

Das Fest stellt genau dieses Miteinander ins Zentrum. Am Freitag lädt die Gemeinde zum Auftakt mit Apéro und einer grossen Übung von Feuerwehr, Polizei und Ambulanz ein.

Am Samstag steht das ganze Dorf im Zeichen des Jubiläums: Verschiedene Attraktionen und kulinarische Angebote werden von den Vereinen getragen. Für musikalische Höhepunkte tagsüber sorgen die Schüler und die Jugendmusik Bleienbach. Ergänzt wird das Programm durch Motorsägenkunst, die Taufe eines Feuerwehrfahrzeugs der Feuerwehr Langenthal sowie Oldtimerfahrten auf einem Rundkurs.

Der offizielle Festakt findet ab dem späten Nachmittag in der Mehrzweckhalle statt. Ein besonderes Element sind die Führungen des Dorfvereins: Der historische Spaziergang durch Bleienbach startet um 10.15, 11.15, 14.15 und 15.15 Uhr und führt zu rund zwölf Stationen im Dorf. Treffpunkt ist beim Spritzenhaus auf dem Dorfplatz.

https://bleienbach.ch

Freuen sich gemeinsam auf das Dorffest: Gemeindepräsident Andreas Moser sowie das OK «200 Jahre Dorfbrand Bleienbach»: Bettina Lanz, Daniel Ott, Susanne Ott, Simon Moll, Barbara Grossenbacher und Daniel Benevento (von links nach rechts).

«Wenn nicht jetzt, wann dann?»

Simon Rickli Blumen + Geschenke

Es ist ein Satz, der hängen bleibt – und einer, der gut zu Simon Rickli passt. Er sagt ihn mit einem leichten Schmunzeln, ruhig und ohne grosse Worte: «Wenn nicht jetzt, wann dann?» Genau so hat er entschieden, als sich im Herbst 2025 die Chance für einen zweiten Standort in Bleienbach bot. Zwei Tage nach der ersten Idee war der Vertrag unterschrieben, am 14. Januar 2026 folgte die Eröffnung.

Simon Rickli ist kein klassischer Quereinsteiger, aber auch keiner, der den direkten Weg gewählt hat. Ursprünglich als Landschaftsgärtner ausgebildet, führte ihn der Weg über eine Zweitlehre zum Floristen – nach Aarwangen, in den Betrieb seiner Tante. Schon damals war klar: Eines Tages würde er den Laden übernehmen. Seit Januar 2024 ist er selbstständig – und sagt heute: «Ich bin sehr zufrieden. Es läuft gut, die Leute kommen.»

Dass nun ausgerechnet in Bleienbach ein zweiter Laden entstanden ist, hat für ihn eine besondere Bedeutung. Hier ist er aufgewachsen, sein Elternhaus liegt in Sichtweite. Als Kind lief er oft an der damaligen Gärtnerei vorbei – und hatte eine leise Ahnung, dass dieser Ort einmal eine Rolle spielen könnte. Heute ist er nicht nur Unternehmer, sondern weiterhin Teil des Dorflebens, etwa als Fahnenträger der Musikgesellschaft.

Sein Angebot reicht von Schnittblumen über Blumen-Abos bis zu Geschenkideen. In Bleienbach ergänzt Selbstbedienung ausserhalb der Öffnungszeiten die bedienten Zeitfenster, zudem entstehen dort Workshops rund ums florale Gestalten. Ein Ausflug von Langenthal in die Blumen- und Geschenkläden von Simon Rickli in Aarwangen und Bleienbach lohnt sich auf jeden Fall.

www.blumenundgeschenke.ch
kontakt@blumenundgeschenke.ch

Simon Rickli betreibt neben dem Standort in Aarwangen neu auch in seinem Heimatdorf einen Blumen- und Geschenkeladen.

Süsse Tradition, neu belebt

Partl Beck GmbH

Was vor Generationen als klassische Dorfbäckerei begann, hat sich in Bleienbach zu einem unverwechselbaren Familienbetrieb mit starkem Confiserie-Profil entwickelt. Seit rund 14 Jahren führen Evelyne und Udo Partl-Rickli das Geschäft – mit viel Herzblut, handwerklicher Konsequenz und einem klaren Bekenntnis zur Schokolade.

Die Confiserie ist heute das eigentliche Aushängeschild: Pralinés, Tartufi und saisonale Spezialitäten entstehen in reiner Handarbeit – oft nach traditionellen Verfahren, bewusst ohne industrielle Abkürzungen. Über 150 historische Formen für Osterhasen zeugen von gelebter Handwerkskultur, die hier nicht nur gepflegt, sondern weiterentwickelt wird. Klassiker wie der «Langenthaler Mandelfisch» oder die «Schokoladentässchen» in Anlehnung an das Porzellan sind längst weit über die Region hinaus gefragt.

Per zweiter Jahreshälfte 2026 folgt nun ein nächster Schritt: In enger Verbindung zur ehemaligen Confiserie Däster werden zusätzlich die legendären «Bsetzisteine» ins Sortiment aufgenommen – kleine Pralinés in Quaderform, inspiriert von den typischen Pflastersteinen im Zentrum Langenthals, hergestellt nach Däster-Originalrezept.

Dass der Betrieb gleichzeitig seine Öffnungszeiten ausbauen konnte, unterstreicht die starke Verankerung in der Region. Der Laden ist Treffpunkt, Ergänzung zum Wocheneinkauf und Ziel für alle, die bewusst auf Qualität setzen. Ein Familienbetrieb im besten Sinne – mit vier Teilzeitangestellten und tatkräftiger Unterstützung der nächsten Generation.

www.partl-beck.ch
info@partl-beck.ch

Die Partl Beck GmbH hält legendäre Rezepte der ehemaligen Langenthaler Confiserie Däster in Ehren und produziert die Produkte mit viel Herzblut.

Restaurant im Aufwind

Hangar 5 – Flugplatz Bleienbach

Seit dem 16. August 2025 führen Ronny Herzig und Janine Held das neue Flugplatzrestaurant Hangar 5 in Bleienbach. Nach rund zwei Jahren im «Rank» in Aarwangen wagte das Wirtepaar den Schritt an den Flugplatz – mit mehr Platz, moderner Infrastruktur und neuen Möglichkeiten.

Der markante Neubau mit direktem Blick auf Start und Landung hat sich rasch als beliebtes Ausflugsziel etabliert. Flugbetrieb, Veranstaltungen und Oldtimertreffen sorgen für zusätzliche Frequenz und verleihen dem Ort eine besondere Atmosphäre.

In der Küche setzt das Duo auf gutbürgerliche, saisonale Gerichte. Ronny Herzig ist gelernter Koch und hat sein Handwerk unter anderem im Bären Niederbipp sowie im Mövenpick Restaurant in Egerkingen vertieft. Diese Erfahrung prägt die Karte bis heute: eine solide Grundauswahl, ergänzt durch wechselnde Angebote. Am Abend wird klassisch à la carte gekocht, tagsüber bewusst reduziert. Am Wochenende runden hausgemachte Kuchen das Angebot ab.

Ein besonderes Plus ist die Kinderfreundlichkeit: Der eingezäunte Spielplatz liegt gut einsehbar direkt beim Restaurant und wird durch eine kleine Spielecke im Innenbereich ergänzt – ein Angebot mit Seltenheitswert in der Region.

Auch für Gruppen bietet der Hangar 5 attraktive Möglichkeiten: Im «Sääli» finden bis zu 50 Personen Platz – ideal für Geburtstage, Taufen, Konfirmationen oder Firmenanlässe. Neu ist der durchgehende Betrieb am Freitag – ein Angebot, das gezielt gestärkt werden soll; am Samstag und Sonntag ist dieser bereits etabliert und bietet ganztags warme Küche.

www.hangar5.ch
restauranthangar5@gmail.com

Janine Held und Ronny Herzig vor dem Hangar 5.