Chlouse-Biker

Chlouse-Rambazamba mit Herz

Diesen Samstagabend rollen sie erneut durch Langenthal: die Chlouse-Biker. Mit glänzenden Maschinen, leuchtenden Kostümen und hunderten Seckli sorgen sie für ein einmaliges Spektakel – und sammeln dabei für den guten Zweck. 2025 kommt die Stiftung inklusia, Wohnheim Bleienbach, in den Genuss der Spenden.

Chlouse-Biker-Corso_12

Text: Patrick Jordi, PR / Fotos: zvg
Datum: 5. Dezember 2025

Die Idee entstand vor rund 15 Jahren auf einer Töfftour mit Freunden. «Ich war fasziniert vom Love Ride in Dübendorf – und dachte mir, etwas in dieser Art müsste auch in Langenthal möglich sein», erzählt Daniel Zaugg. Skeptische Stimmen gab es einige. Etwa: Kostüme seien kaum aufzutreiben, die Leute würden nicht mitziehen. Doch der Vollblut-Fasnächtler hatte längst Erfahrung mit Verkleidungen – und kurzerhand standen 2012 zwölf «blaue Chlöise» mit Motorrädern in der Marktgasse. «Wir verteilten 150 Seckli und sammelten 900 Franken – die haben wir dann auf 1000 Franken für die Heilpädagogische Schule Langenthal aufgestockt.»

Seit jenem Abend ist der Chlouse-Biker-Corso gewachsen. Aus einer Handvoll mutiger Biker wurde ein fester Termin im Langenthaler Adventskalender. Heute drängen sich jeweils bis zu 800 Menschen entlang der Strecke, um die geschmückten Maschinen zu bestaunen – ob Harley, Töffli oder Seitenwagen-Motorrad. «Einmal fuhr sogar einer mit einem zweieinhalb Meter hohen Christbaum hinten drauf», schmunzelt Fahrlehrer-Legende Zaugg. Zum Event gehören auch kulinarische Genüsse: Die «Chuchi-Chlöise» schenken Glühwein und Punsch aus, kochen Risotto – jeder Franken wandert ins Sammelkässeli.

Von der Schnapsidee zum Herzensprojekt

Insgesamt sind so über die Jahre rund 45’000 Franken an verschiedenste Organisationen geflossen – von Kinder- und Jugendprojekten bis hin zur Seniorenvereinigung. Jahr für Jahr wechselt der Empfänger, 2025 ist es die Stiftung inklusia, Wohnheim Bleienbach. «Wir wollten immer dorthin spenden, wo das Geld wirklich wirkt», betont Zaugg. Besonders beliebt bei den Kindern sind die Chlouseseckli: 700 Stück werden inzwischen in Handarbeit gefüllt. «Ohne die Versli der Kinder gibt es allerdings kein Seckli – Tradition ist Tradition», sagt Zaugg mit einem Augenzwinkern.

Lange stemmten Zaugg und seine Partnerin Bernadette Hess die Organisation fast alleine. Doch nun gibt es frischen Wind: Rollen wie Ober-Chlous, Sekretär-Chlous oder Social-Chlous sind neu doppelt besetzt; junge Köpfe wie Christian Bögli (designierter Haupt-Ober-Chlous) übernehmen Verantwortung. «Es sah kurz so aus, als müssten wir aufhören. Aber jetzt, nach der Austragung 2025, können wir die Fackel weitergegeben – und sind extrem froh, dass es weitergeht.»

Am 6. Dezember ab 18.30 Uhr ziehen die Chlouse-Biker zweimal durch die Marktgasse. Beim ersten Mal langsam zum Staunen, beim zweiten Mal mit Stopp für Fotos, Rambazamba und Versli-Tausch. Danach gibt es das grosse Gruppenfoto beim Weihnachtsbaum vor dem Choufhüsi. «Es ist jedes Mal ein bisschen verrückt, ein bisschen chaotisch – aber vor allem unglaublich schön», sagt der Ur-Chlous.


Sammelaktion für die Stiftung inklusia

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