Wahlen Stadtpräsidium Langenthal
Fünf Fragen an Roland Loser
Wer soll Langenthal in den kommenden vier Jahren als Stadtpräsident führen? In unserer Serie «Fünf Fragen an …» stellen sich die beiden Kandidaten den gleichen Fragen zu ihrer Motivation, ihren Zielen und ihrer Vision für die Zukunft der Stadt. Nach Patrick Freudiger beantwortet nun Roland Loser (SP) die fünf Fragen.
Text: Patrick Jordi, PR / Foto: zvg
Datum: 2. Juli 2026
Roland, warum sollen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger gerade dich zum neuen Stadtpräsidenten von Langenthal wählen?
Weil ich für ein offenes, modernes Langenthal stehe, das in seine Infrastruktur und seine Menschen investiert. Beruflich leite ich eine Abteilung in einem Softwareunternehmen; ich kenne Verantwortung, Zahlen und die Herausforderungen der Digitalisierung. Ich will eine Stadtregierung, die rechnen kann und gleichzeitig weiss, dass eine Stadt mehr ist als ihr Steuersatz. Jemand, der mutig vorwärtsgeht, aber niemanden zurücklässt – gemeinsam mit der Bevölkerung. Denn Langenthal kann mehr.
Was sind aus deiner Sicht die drei dringendsten Projekte oder Herausforderungen, die Langenthal in den kommenden Jahren anpacken muss?
Erstens die Infrastruktur: Wir müssen Kindergärten bauen, die Musikschule sanieren, die Schulräume in Schuss bringen und auch die in die Jahre gekommenen Sportanlagen – Eisstadion, Fussball- und Leichtathletikanlagen sowie Hallen – erneuern. Zweitens eine pragmatische, digitalisierte Verwaltung, die für die Menschen da ist. Über allem aber steht: Wir müssen als Gemeinschaft die teils negative Stimmung überwinden und wieder bereit sein, in unser gemeinsames Zuhause zu investieren.
Welche persönliche Eigenschaft oder Fähigkeit hilft dir am meisten dabei, eine Stadt zu führen?
Ich glaube an das Gute im Menschen: Wenn man Menschen vertraut und sie ermutigt, geschehen gute Dinge. Diese Haltung prägt meine Art zu führen und Politik zu machen. Dazu habe ich viele Interessen – Kunst, Musik und Fasnacht, als Tambi der Flötemadli, ebenso wie Sport: als ehemaliger Leichtathlet, Fussballtrainer und SCL-Fan. So bin ich in der ganzen Stadt präsent, nahe bei den Menschen und ihren Anliegen. Genau diese Offenheit und Verbundenheit braucht ein Stadtpräsident.
Was macht Langenthal für dich besonders lebenswert – und was möchtest du unbedingt bewahren?
Lebenswert ist Langenthal wegen seiner Menschen und allem, was sie zusammenbringt: die Anlässe und Feste, das Dörfliche und zugleich das Selbstverständnis als Stadt und regionales Zentrum. Dazu der Wirtschaftsstandort mit vielen Arbeitsplätzen und die nahe Natur in den Oberaargauer «Bergen». Bewahren möchte ich vor allem das Verbindende: Räume, die für alle zugänglich sind und an denen man sich begegnet. Denn dort entsteht Zusammenhalt – und eine Stadt, die ihn verliert, verliert ihre Seele.
Wo siehst du Langenthal in zehn Jahren – und welchen Beitrag möchtest du als Stadtpräsident dazu leisten?
Eine lebendige Stadt, die ihre Hausaufgaben gemacht hat: Sie pflegt ihre Infrastruktur mit Stolz, tritt modern und vorwärtsgewandt auf, fördert ihre Begegnungsorte und strahlt selbstbewusst als starkes Zentrum aus. Eine Stadt, die ihre Arbeitsplätze erhält und genug gut ausgebildete Jugendliche hervorbringt, die dieses Erbe weitertragen. Als Stadtpräsident will ich dafür sorgen, dass wir heute mutig investieren – damit dieses Langenthal in zehn Jahren Realität ist.
Schlagworte: Stadt Langenthal