Porzi-Areal, Langenthal

Köpfe, die man sich merken sollte

Sie geben dem Porzi-Areal ein Gesicht – und stehen exemplarisch für seine Vielfalt. Mit Engagement, Ideenreichtum und viel Herzblut gestalten diese Persönlichkeiten den Wandel von der ehemaligen Porzellanfabrik zu einem belebten Entwicklungsort mit gemischten Nutzungen im Süden der Stadt. Ob sichtbar im Vordergrund oder eher leise im Hintergrund: Gemeinsam prägen sie den Charakter des Areals von heute und morgen.

Ofenhalle Reserve Kopie

Text: Patrick Jordi, PR / Fotos: zvg
Datum: 14. April 2026

Unterschiedliche Rollen, ein gemeinsames Ziel: Diese fünf Porzi-Akteurinnen und -Akteure stehen für die Vielfalt und Dynamik des Areals. Stehend: Diana Schrimpl, Reto Bärtschi und Sabrina Salvisberg. Sitzend: Dominik Indermaur und Philippe Giesser.

Dominik Indermaur – der Möglichmacher

Dominik Indermaur ist auf dem Porzi-Areal dort im Einsatz, wo es komplex wird. Als technischer Bewirtschafter fungiert er als erste Ansprechperson für die Mietenden und als zentrale Schnittstelle zwischen ihren Anliegen, der Eigentümerin Ducksch Anliker und der Arealentwicklung. Er hört zu, ordnet ein und sorgt dafür, dass Themen nicht liegen bleiben. «Ich nehme Mieterinteressen auf, höre ihnen zu und trage sie kanalisiert in die Firma.»

Der gelernte Mechaniker mit Weiterbildung zum Betriebstechniker verfügt über langjährige Erfahrung als technischer Projektleiter. Das Porzi-Areal und Langenthal kennt er seit Jahren, ebenso die lokalen Handwerksbetriebe. Seit September 2025 ist er bei Ducksch Anliker tätig. Seine Aufgaben reichen von Fragen rund um Baulärm bis zur technischen Nutzung der Ofenhalle – über Büro-, Industrie- und Lagerflächen hinweg. «Es ist ein altes Areal, mit dem man respektvoll umgehen muss. Manchmal braucht es eine Extrarunde, um das Optimum zu erreichen.»

Diana Schrimpl – die Kommunikatorin

Wer die umgebauten Büros von Ducksch Anliker im 1. OG des Gebäudetrakts von 1908 betritt, begegnet ihr sofort – und wird mit einem sympathischen Lächeln und einem freundlichen Hallo empfangen: Diana arbeitet bei Ducksch Anliker im Bereich Kommunikation und Marketing und prägt die Wahrnehmung des Porzi-Areals massgeblich mit. Sie kümmert sich um fast alles – von Inseraten über Social Media und die Organisation von Anlässen bis hin zu Führungen auf dem Areal.

Ein Punkt ist ihr besonders wichtig: Ducksch Anliker ist die grösste Grundeigentümerin des Areals, versteht sich aber bewusst als Teil des grossen Ganzen. «Wir sammeln mit jedem Kontakt, Projekt oder Anlass Erfahrungen, lernen dazu und entwickeln uns und das Areal so Schritt für Schritt weiter». Seit ihrem Einstieg im Jahr 2023 hat sich in und rund um die altehrwürdigen Produktionsstätten viel bewegt. «Es macht Freude zu sehen, was sich bisher bereits getan hat.» Ziel ist es, das Areal als lebendige und spannende Ecke von Langenthal weiterzuentwickeln.

Sabrina Salvisberg – die fleissige Umsetzerin

Sabrina sorgt dafür, dass Ideen auf dem Porzi-Areal sichtbar und erlebbar werden. Im engen Zusammenspiel mit ihrem Partner und Gastronom Philippe Giesser setzt sie kreative Konzepte um und bringt Leben aufs Areal. «Wir sind ein Team – ich helfe dabei, Philippes Ideen in die Umsetzung zu bringen.» Das Ziel ist klar: mehr Menschen aufs Areal holen, unter anderem mit Formaten wie Mittagstisch, Fürobebier, Porzi-Gspräch, Chöpf & Töpf oder Loge08. Der Austausch mit Ducksch Anliker ist dabei eng.

Parallel dazu arbeitet Sabrina mit Diana an der Areal-Kommunikation. Gemeinsam machen sie den Alltag sichtbar – nach innen wie nach aussen. «Wir wollen Lust machen auf das, was das Areal heute schon bietet – und auf das, was noch daraus werden kann.» Dabei geht es nicht nur um Events, sondern um die ganze Vielfalt – von Handwerk, Gewerbe und Gastronomie über Gesundheit und Fitness bis hin zu Kunst und Kultur.

Philippe Giesser – der kreative Gastgeber

Philippe ist Gastronom und Gastgeber durch und durch – ein kreativer Geist mit stets neuen Ideen im Köcher. Mit dem przi rest lthal setzt er bewusst auf den industriellen Charakter des Areals und versteht die periphere Lage nicht etwa als Schwäche, sondern als starkes Profil. «Unsere Räume sind ein Hybrid – sie können vieles sein: Restaurant, Eventlokal, Treffpunkt.»

Der erfahrene Gastroprofi steht voll hinter der Entwicklung des Areals und trägt die Pläne von Ducksch Anliker mit Überzeugung mit. Events gehören für ihn zum Geschäftsmodell und sind zugleich ein zentrales Element der Arealbelebung. Dankbar ist er für Menschen an seiner Seite, allen voran seine Partnerin Sabrina, die kreative Ideen mitträgt und in die Umsetzung bringt. «Gemeinschaft entsteht nicht von heute auf morgen – wir bauen sie Schritt für Schritt auf.»

Reto Bärtschi – der Impulsgeber für Kunst

Reto gilt als künstlerischer Leiter des Porzi-Areals und betreibt dort seit Anfang 2025 die Kunsthalle in der ehemaligen Elektrotunnelofenhalle. Weit über den Oberaargau hinaus bekannt, gilt er ausserdem als umtriebiger, kommunikativer Künstler, der auf dem Areal Akzente setzt und andere inspiriert. Zugleich schätzt er das Eingebettetsein in eine Gemeinschaft, die seinem freien Schaffen Struktur gibt. «Als Künstler bin ich froh um etwas Halt links und rechts von meinem eigenen Weg.»

Reto arbeitet disziplinübergreifend mit Zeichnung, Malerei, Skulptur und Installation. Prägend für sein Werk ist die Figur des Wächters, sein unverkennbares Markenzeichen. Das Porzi-Areal bietet ihm für sein Schaffen den passenden Resonanzraum: Rückzug für konzentriertes Arbeiten und zugleich Austausch mit einer lebendigen Community. «Hier kann ich Impulse geben – und ebenso viele wieder aufnehmen.»


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