Zivilschutz Region Langenthal (ZRL)
Kunst im Naherholungsgebiet
Die Kompanie 2 des Zivilschutzes Region Langenthal (ZRL) ersetzte in ihrem Wiederholungskurs ihr altes Kunstwerk durch ein neues.
Text: Eing. / pj / Bilder: zvg
Datum: 25. Mai 2026
Am Rande Langenthals, auf Thunstetter und Bleienbacher Boden, liegt im und am Sängeliwald das Naturschutzgebiet Sängeliweiher mit Bleienbacher Torfsee. Nebst wertvollen Sumpfpflanzbeständen dient dieses auch als Brut- und Rastplatz für verschiedene Vogel-, Reptilien- und Amphibienarten.
Am Waldrand befindet sich eine schöne Brätlistelle, welche mit Bänken und Tischen ausgestattet auch für grosse Gruppen genügend Raum bietet. Der Platz wird durch einen Brunnen mit handgeschnitzter Holzskulptur geschmückt, welcher 2016 bereits im Rahmen eines Wiederholungskurses der Kompanie 2 des ZRL gestaltet wurde.
Diesen Brunnen galt es in diesem Jahr im Auftrag der Gemeinde Thunstetten zu erneuern. Glücklicherweise konnte der für die alte Skulptur Verantwortliche – der ehemalige Zivilschützer Simon Morgenthaler (smhpa.ch) – auch diesmal für diese komplexe Aufgabe gewonnen werden. Zusammen mit dem Zug der Technischen Hilfe wurde der Brunnen nicht nur erneuert, sondern auch optisch aufgewertet.
Im Dienst der Allgemeinheit
Auch die anderen Züge waren im Dienst der Allgemeinheit im Einsatz. Nebst Einsätzen in einer Kita und im Altersheim stand für den Betreuungszug der Kompanie 2 vor allem Weiterbildung im Zentrum.
Am zweiten Tag des WKs fand ein Referat durch den Verein Männer gegen Frauenhandel zum Thema Menschenhandel statt, gefolgt durch eine Vorstellung des kantonalen Care Teams. Die Zivilschützer konnten so wertvolle Einblicke zu gesellschaftlich relevanten Themen gewinnen und die Vernetzung mit kantonalen Partnern fördern.
Derweil beübte der Zug der Führungsunterstützung die Verständigung per Funk sowie die Koordination aller beteiligten Partner. Auch kleinere technische Herausforderungen innerhalb des Kommandopostens konnten schnell und pragmatisch identifiziert und gelöst werden.
Nebst einem neuen Brunnen durfte der Zug Technische Hilfe auch dieses Jahr einen Löschweiher neu aufbereiten und bei einem weiteren die Umgrenzung erneuern.
Trotz der deutlichen Verbesserung durch den Entlastungsstollen der Langete gilt der Oberaargau nach wie vor als potenziell hochwassergefährdete Region. Beübt wurde deshalb speziell die schnelle Errichtung provisorischer Schutzdämme aus Sandsäcken und Schaltafeln. Hier diente das Übungsgelände auf dem Waffenplatz Wangen a. A. mit der Möglichkeit zur praxisnahen Simulation als ideale Umgebung.
Infoabschnitt:
Das Naturschutzgebiet Sängeliweiher mit Bleienbacher Torfsee
Geschichte: Ursprünglich ein Sumpfgebiet, entstand der Bleienbacher Torfsee zu Zeiten des 1. Weltkriegs als Resultat des intensiven Torfabbaus, welcher als wertvoller Brennstoff diente. 1927 schloss der Verschönerungsverein Langenthal einen Pachtvertrag mit der Burgergemeinde Bleienbach, um die Region als Naherholungsgebiet zu nutzen. Bald schon erkannte der Ornithologische Verein Langenthal die Bedeutung für die lokale Vogelpopulation, sodass ab 1950 Teile des Torfsees eingezäunt werden durften. Seit 1977 stehen der Sängeliweiher und der Torfsee offiziell unter Naturschutz.
Lokale Bedeutung: Das heutige Naturschutzgebiet wird intensiv von Spaziergängern und Naturfreunden als Naherholungsgebiet genutzt. Die teils schmalen Pfade führen mitten in die Natur hinein, und die Brätlistelle am Waldrand, mit Blick auf Felder und das Dorf Bleienbach, lädt zum Verweilen ein. Im Frühjahr und Sommer dient das Schutzgebiet diversen Vögeln als Rast- und Brutplatz. Nebst diesen finden sich zahlreiche Frösche, Salamander, Eidechsen und Wasserschlangen. Um erstere zu schützen, wurde vor ein paar Jahren bereits die nahe gelegene Hauptstrasse an mehreren Stellen untertunnelt, um für die Tiere eine sichere Passage zu schaffen.
Schlagworte: Zivilschutz