Fischer-Käser AG, Lotzwil

Mit neuer Energie in die Zukunft

Bei der Fischer-Käser AG in Lotzwil werden Zuständigkeiten neu geordnet und die Expertise in der Planung gezielt gestärkt. Der Handwerksbetrieb schärft damit seine strategische Ausrichtung. Doch was bedeutet das konkret für Kundinnen, Kunden, Eigenheimbesitzer und Planungspartner?

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Text: Patrick Jordi, PR / Fotos: zvg
Datum: 6. März 2026

Die Fischer-Käser AG gehört seit Jahrzehnten zum handwerklichen Rückgrat der Region. Gegründet 1960 als Spengler- und Sanitärbetrieb, hat sich das Unternehmen stetig weiterentwickelt – fachlich, personell und organisatorisch. Heute arbeiten über 50 Mitarbeitende im Oberaargau und Umgebung an Projekten rund um Heizung, Sanitär, Lüftung, Gebäudehülle und Service.

Dass sich der Betrieb nun strategisch neu ausrichtet, ist weniger als Kurswechsel zu verstehen, denn als bewusste Präzisierung. «Wir haben uns gefragt, wie wir das, was wir seit Jahren leisten, klarer vermitteln können», sagt Geschäftsführer Gerhard Fischer. Es gehe darum, vorhandene Kompetenzen besser zu ordnen, Verantwortlichkeiten zu schärfen und nach aussen verständlicher aufzutreten.

Drei Bereiche, klarer gegliedert

Künftig orientiert sich die Organisation an drei Bereichen: Engineering, Gebäudetechnik und Gebäudehülle. Diese Gliederung bildet ab, was im Betrieb längst Alltag ist, bislang aber nicht immer als solches wahrgenommen wurde.

Im ausführenden Bereich rückt die Fischer-Käser AG bewusst näher an die Privatkunden heran. Sanierungen der Gebäudehülle, Heizungsersatz oder Badprojekte sollen für Eigenheimbesitzer einfacher zugänglich werden und besser einzuordnen sein. «Viele verbinden uns noch immer mit einzelnen Gewerken», so Gerhard Fischer. «Dabei decken wir deutlich mehr ab und können Kundinnen und Kunden über verschiedene Handwerksdisziplinen hinweg im Prozess eng begleiten – von der Planung über die Ausführung bis hin zur späteren Wartung.» Für Eigenheimbesitzer bedeutet das vor allem eines: eine klarere Orientierung, weniger Schnittstellen und eine fachlich begleitete Umsetzung vom ersten Gedanken bis zur fertigen Anlage.

Anders positioniert sich der Betrieb im Planungsbereich (Engineering). Hier richtet sich der Fokus gezielt auf die Zusammenarbeit mit Architektinnen und Architekten. Die Fischer-Käser AG versteht sich dabei als fachlicher Partner in frühen Projektphasen – als erste Anlaufstelle für Gebäudetechnikfragen, unabhängig davon, wer später die Ausführung übernimmt. Thermische Simulationen, Variantenstudien oder konzeptionelle HLKS-Planung gehören ebenso dazu wie klassische Projektarbeit. Konkret unterstützt die Fischer-Käser AG Architektinnen und Architekten beispielsweise bei Variantenvergleichen in frühen Projektphasen, bei der Wahl geeigneter Heiz- und Energiesysteme oder bei der energetischen Auslegung komplexer Gebäude – unabhängig von der späteren Ausführung. «Wenn wir früh eingebunden sind, können wir unser Know-how einbringen», sagt Gerhard Fischer. «Das schafft Klarheit, reduziert Schnittstellen und hilft, Projekte von Anfang an realistisch aufzusetzen.»

Personelle Weichenstellungen

Mit der inhaltlichen Schärfung gehen auch personelle Anpassungen einher. Per 1. März 2026 hat Barbara Fischer die Leitung des Bereichs Engineering übernommen. Durch den beruflichen Werdegang als Architektin und Juristin ist sie in der Lage, auch komplexe Projekte und interdisziplinäre Aufgaben zu leiten.

Ebenfalls per 1. März wurde die stellvertretende Geschäftsführung offiziell verankert: Giuseppe Fasciana, der seit über acht Jahren im Betrieb dabei ist, übernimmt diese Funktion zusätzlich zu seiner Verantwortung im Servicebereich. «Die neuen Rollen sind Teil einer längerfristigen Entwicklung. Wir wollen damit klarere Zuständigkeiten und kürzere Entscheidungswege schaffen», sagt Gerhard Fischer.

Politischer Entscheid mit Auswirkungen

Die strategische Neuausrichtung fällt in eine Phase, die auch von politischen Rahmenbedingungen geprägt ist. Mit der Volksabstimmung vom 28. September 2025 hat sich eine Mehrheit der Schweizer Stimmbevölkerung für die Abschaffung des Eigenmietwerts ausgesprochen. Noch ist offen, ab wann diese Änderung definitiv greift; als frühestmögliches Datum gilt derzeit der 1. Januar 2028.

Für viele Wohneigentümer stellt sich damit die Frage, ob Sanierungen oder energetische Massnahmen noch unter den bestehenden steuerlichen Abzugsmöglichkeiten umgesetzt werden sollen. «Wir führen derzeit viele Gespräche», sagt Gerhard Fischer. «Es geht oft um Orientierung: Was ist sinnvoll, was ist technisch machbar, und wie sieht der zeitliche Horizont aus?» Für Betriebe wie die Fischer-Käser AG bedeutet diese Übergangsphase vor allem eines: erhöhte Nachfrage nach Einordnung und Beratung. Dafür ist man bestens gerüstet.

Viele langjährige Mitarbeitende

Viele Mitarbeitende sind seit Jahren, teils seit Jahrzehnten Teil der Fischer-Käser AG. Gleichzeitig bildet der Betrieb kontinuierlich Lernende in verschiedenen Fachrichtungen aus und begleitet Mitarbeitende auf ihrem beruflichen Weg – von der Grundausbildung über Weiterbildungen bis hin zu neuen Funktionen im Unternehmen.

Gerade in einer Branche, die stark vom Fachkräftemangel betroffen ist, setzt man damit auf Stabilität und Entwicklung im eigenen Haus. Auffällig ist zudem, dass ehemalige Mitarbeitende nach einigen Jahren Berufserfahrung wieder zur Fischer-Käser AG zurückgekehrt sind. Das weist auf eine hohe Verbundenheit und Identifikation mit dem Betrieb hin. «Unsere Projekte leben davon, dass unsere Mitarbeitenden Verantwortung übernehmen, ihr Handwerk verstehen und ihre Arbeit sorgfältig ausführen», sagt Gerhard Fischer.

Ausblick

Die Fischer-Käser AG wird im laufenden Jahr auch an zwei regionalen Ausstellungen vertreten sein. Ende Mai nimmt der Betrieb an der GALA Langenthal teil, im Spätherbst folgt der Auftritt an der Eigenheim Messe. Thematisch stehen dabei Bad- und Heizungssanierungen sowie Sanierungen der Gebäudehülle im Fokus. Für Gespräche und fachliche Auskünfte stehen die Mitarbeitenden der Fischer-Käser AG vor Ort gerne zur Verfügung.

Neu im Betrieb: Barbara Fischer.

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