Vielfältige Langenthaler Gastronomie

Viel Potenzial am Tisch

Vier Gastronominnen, ein Tisch, zahlreiche Ideen: In einem offenen Austausch zur Zukunft der Langenthaler Gastroszene zeigte sich, wie viel Energie, Vielfalt und Entwicklungspotenzial in der Branche steckt. Klar ist: Die Ausgangslage ist stark – und lässt sich noch gezielter nutzen.

Foto Sommer Märitgass Kopie 2

Text: Patrick Jordi, PR / Fotos: zvg
Datum: 13. Juli 2026

Vier Stimmen für die Langenthaler Gastronomie: Karin Rickli (Chrämerhuus), Michèle Binnemann (Bären Langenthal), Kathrin Spillmann (Auberge) und Lina Walter (Grüne Halle) im Austausch über Chancen, Vielfalt und gemeinsame Perspektiven. – Foto: Marcel Bieri

Eine Gesprächsstunde reicht – und schon liegt ein ganzes Bündel an Ideen auf dem Tisch. Kathrin Spillmann (Auberge), Michèle Binnemann (Bären Langenthal), Lina Walter (Grüne Halle) und Karin Rickli (Chrämerhuus) diskutierten engagiert über Gegenwart und Zukunft der Langenthaler Gastronomie. Was dabei schnell deutlich wird: Die Szene lebt – und sie hat Substanz.

«Die Vielfalt ist enorm – von Gourmet bis bodenständig», bringt es eine Teilnehmerin auf den Punkt. Unterschiedliche Konzepte, historische Gebäude und prägende Areale wie die Marktgasse, der Wuhrplatz, das Porzi-Gelände oder das Wuhrviertel schaffen ein gastronomisches Umfeld, das seinesgleichen sucht. «Man kann spontan entscheiden, worauf man Lust hat – und findet immer etwas Passendes.»

Gleichzeitig sehen die Gastronominnen Chancen, dieses Angebot noch stärker nach aussen zu tragen. Denn während die lokale Bevölkerung die Vielfalt kennt, bleibt sie überregional oft unter dem Radar – trotz zentraler Lage und guter Erreichbarkeit. Das Einzugsgebiet von über 80’000 Menschen birgt grosses Potenzial.

Auch strukturell ist Bewegung drin: Die Auflösung des Gastrovereins wird als Chance verstanden, sich künftig in einem gemeinsamen Gefäss – etwa im Rahmen der geplanten Fusion von Gewerbeverein und Stadtvereinigung – neu zu organisieren und mit klarer Stimme aufzutreten.

Im Zentrum stehen konkrete Ansätze für die Weiterentwicklung. Eine Auswahl aus der Diskussion:

  • Gemeinsames Stadtmarketing statt Einzelaktionen («weg vom Flickenteppich», klare Zuständigkeiten)
  • Stärkere Kommunikation der bestehenden Vielfalt nach aussen (gezielte Kampagnen über die Region hinaus)
  • Ausbau und Weiterentwicklung von Eventformaten (z. B. «Mediterrane Nächte», neue saisonale Formate)
  • Gezielte Ansprache neuer Zielgruppen (Familien mit Erlebnisangeboten, «DINKs» mit Genussformaten)
  • Bessere Vernetzung unter den Betrieben (aktive Gästeweitervermittlung je nach Kapazität und Angebot)
  • Klare Positionierung über Servicequalität und Haltung (z. B. «Langenthal – die freundlichste Kleinstadt der Schweiz» als Leitmotiv)
  • Sichtbarkeit und Nutzung bestehender Angebote (Stadtgutscheine stärker bewerben, breiter einlösbar machen)
  • Niederschwellige, wiederkehrende Aktionen (z. B. «Happy Monday» für bestimmte Berufsgruppen mit Wiedererkennungswert)

Der Tenor ist eindeutig: Langenthal hat viel zu bieten – vielleicht mehr, als vielen bewusst ist. Nun geht es darum, diese Stärken gemeinsam zu bündeln und sichtbar zu machen.

Ehemalige Mitglieder Gastroverein

ala carte, Auberge, Bar 55, Bistro, Centro Español, Chrämerhuus, fahrBAR, Feiss & Heimlich, Meilenstein Langenthal, Grüne Halle, Kaffee-Fabrik, Kreuzhof Bar, La Piazzetta, Landgasthof Bären AG, NongNang Thai Take Away, Old Capitol, Phoenix Bistro, Pinocchio, Platzhirsch, Restaurant przi, plaisir49 – Haslibrunnen, Spanische Weinhalle, Stääbli, zur Traube, zum Wiener.